Wurzelkanalbehandlung

 

Unter einer Wurzelbehandlung, eigentlich Wurzelkanalbehandlung oder auch orthograde Endodontie, wird das Eröffnen, das Präparieren, das Desinfizieren sowie das Füllen und Verschließen des Zahnwurzelkanals verstanden. Dies geschieht im Wesentlichen aus zwei Gründen:

Erstens, die Zahnpulpa (auch : „der Nerv“) ist nicht reparierbar geschädigt oder abgestorben und zweitens eine bereits erfolgte Wurzelbehandlung ist nicht in Ordnung. Die Wurzelbehandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und beginnt beim noch lebenden Zahn mit der Eröffnung des Zahnmarks (Pulpa)

 

Die Wurzelbehandlung erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und beginnt beim noch lebenden Zahn mit der Eröffnung des Zahnmarks (Pulpa). Es folgt das Aufsuchen der Wurzelkanäle und das Entfernen des Zahnmarks. Dies wird als Vitalexstirpation bezeichnet. Beim bereits toten Zahn wird zu Beginn ebenfalls das Wurzelkanalsystem eröffnet, wobei man in diesem Fall von einer Trepanation spricht. Wird ein lebendiger Zahn wurzelbehandelt, so wird in unserer Praxis unter Umständen ein einzeitiges Vorgehen empfohlen. Das heißt Wurzelkanalaufbereitung und –füllung finden in einer Sitzung statt. Bei toten Zähnen oder Wiederholungen/Verbesserungen einer Wurzelbehandlung wird meist eine Therapie über mehrere Behandlungssitzungen mit vorübergehenden desinfizierenden Einlagen in das Wurzelkanalsystem  durchgeführt. Zur Qualitätssicherung einer suffizienten Wurzelbehandlung sind je nach Ausmaß zusätzliche Maßnahmen wie spezifische Spülungen, elektrische Längenmessungen oder Ultraschallanwendungen erforderlich. Zum Abschluss der Wurzelbehandlung erfolgen eine Wurzelfüllung und ein bakteriendichter Verschluss. Die Kontrolle der Wurzelbehandlung wird in der Regel sowohl zwischendurch als auch abschließend mit Hilfe von Röntgenaufnahmen durchgeführt.

 

 

Das Ziel einer Wurzelbehandlung ist ein langfristig schmerz- und symptomfreier Zahn ohne klinische oder röntgenologische Auffälligkeiten. Wird dieses Ziel nicht erreicht, gibt es je nach Ausgangsituation noch drei Optionen für die weitere Therapie des betreffenden Zahnes: die Revision (Wiederholung) der Wurzelkanalbehandlung, die Wurzelspitzenresektion (WSR) oder die Extraktion.

 

Bitte beachten Sie, dass Wurzelkanalbehandlungen für bestimmte Zähne und /oder bestimmte zusätzliche Behandlungsmaßnahmen nicht immer im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung verankert sind.  Sprechen Sie uns bei Fragen hierzu jederzeit gern an.

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